Fotografieren lernen in Berlin

Hans Brockmüller: Fotografien 1945-1974

Er war ein Chronist der bremischen Häfen: Der Industriefotograf Hans Brockmöller (1911-1977) dokumentierte fast drei Jahrzehnte die Arbeit, die Menschen und die Infrastruktur in den Bremer Häfen. Vierzig Jahre nach seinem Tod gelangte sein fotografisches Erbe in das Kulturhaus Walle Brodelpott.
Nun soll diese herausragende Fotosammlung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden: Das Hafenarchiv und das Geschichtskontor des Kulturhauses Walle bereiten mit dem Hafenmuseum Speicher XI eine Doppel-Ausstellung vor, die in beiden Häusern vom 17. Juli bis 17. Oktober 2021 zu sehen sein wird. Für die Schau im Hafenmuseum werden Fotografien ausgewählt, die die Blütezeit der bremischen Häfen dokumentieren, während der Fokus für die Ausstellung im Kulturhaus Walle auf dem Wiederaufbau Bremens, insbesondere des Bremer Westens liegt.
Die Arbeiten Hans Brockmöllers zeichnen sich nicht nur durch ihre fotografische Qualität aus, sondern auch durch ungewöhnliche Perspektiven. Von seinen Berufskollegen als „der Artist“ bezeichnet, war Hans Brockmöller für ein gutes Foto bereit, auf Schuppendächer und Kranausleger zu klettern.
Hans Brockmöller hinterließ etwa 9.000 Papierabzüge, Dias und Negative, die derzeit im Hafenarchiv des Kulturhauses Walle digitalisiert und die Datenbank aufgenommen werden.Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Begleitend gibt es ein Veranstaltungsprogramm mit Führungen und Vorträgen sowie Fotoworkshops für Jugendliche, gefördert durch die swb Bildunsginitiative. (Einladungstext) Hafenmuseum Speicher XI und Kulturhaus Walle bis 17.Oktober


A. Velten über den Geschichtskontor Walle

das Foto mit dem ersten Container im Bremer Hafen war bis Juli in der Ausstellung Schlüsselmomente des Bremer Landesmuseums © Hans Brockmüller