Fotografieren lernen in Berlin

Neue Zeit? 75 Jahre Kriegsende

Der Waffenstillstand in Warschau am 27.September 1939 nach drei Wochen Krieg. Ein Tag, der Not, Rechtlosigkeit und Tote brachte. Vor 25 Jahren wurden fast 350 Fotos gefunden, die ein unbekannter Fotograf aufgenommen hat. Sie hinterlassen einen starken Eindruck, genau auf der Ebene, dass die Abwesenheit von Krieg noch nicht Frieden bedeutet. Die Bilder zeigen die Warschauer wie sie gleichermaßen im Schockzustand agieren. Die originalen Negative sind inzwischen im Holocaust Museen in Warschau und Washington.
Eine eher konzeptuelle Serie ist von Dieter Keller gehangen; er fotografierte 1941/42 als Soldat heimlich in der Ukraine.
Viel Aufmerksamkeit bekommt ein Konvolut von Valery Famisky vom Einmarsch der Sowjetarmee in Berlin. Den Ausstellungsmachern dienen die cinematografisch anmutenden Bilder des russischen Fotografen einer Propaganda-Einheit als universeller Friedensappell. (tn) mit Personalausweis und Zeifenster-Ticket Eintritt frei Sa./So. bis 20 Uhr im Willy Brandt Haus bis 25.Oktober

FAZ 1996

Fotos: aus dem Konvolut Warschau 1939 (rendering tn)