Fotografieren lernen in Berlin

Foto-Ikonen Österreichs

Eine Gruppe von Menschen, darunter auch Kinder, läuft mit Taschen und Habseligkeiten durch eine Rasenfläche. Im Hintergrund sind Bäume und eine Straße mit geparkten Autos zu sehen. (KI generierte Beschreibung)

Bildbearbeitung und Bildmanipulation spielten auch schon im vergangenen Jahrhundert eine wesentliche Rolle.
Auch in Österreich wurden Bilder gezielt verändert, um eine österreichische Identität zu stiften, politische Meinung zu bilden und die Berichterstattung zu verfärben. Viele der bedeutenden Foto-Ikonen Österreichs erzählen mehr als nur eine – offensichtliche – Geschichte.
Bilder wie die des brennenden Stephansdoms, welcher ein Sinnbild für das Leid und die Zerstörung durch den Nationalsozialismus darstellen sollte, ersetzen die Wahrheit mit einem dramatischeren Narrativ und förderten so den Aufbau der nationalen Identität.
Auch die Gründungsfotos der ÖVP und der SPÖ gehören zu den Foto-Ikonen der Nachkriegszeit. Doch beide sind ‘fake’. Sie wurden erst Monate nach der Gründung der Großparteien angefertigt – also bewusst inszeniert – als sich herausstellte, dass die Volkspartei das konservative Lager vertreten würde.
Anhand von 15 Foto-Ikonen beschäftigt sich Filmemacherin Patrice Fuchs mit der Bebilderung der österreichischen Geschichte und deren weniger offenbaren Wahrheiten. (Ankündigungstext) 3sat Mediathek

Foto: Ungarnflüchtlinge 1956