Fotografieren lernen in Berlin

Hervé Guibert: la mort propagande

Ein Bild für die Nachwelt: 30 Jahre nach dem Tod des französischen Journalisten, Schriftstellers, Drehbuchautors und Fotografen Hervé Guibert im Dezember 1991 gibt das Porträt Einblick in sein Leben und Werk. Nach Art eines Fotoromans würdigt der Dokumentarfilm Guibert, der in einer Generation aufgewachsen ist, die mit dem Bewusstsein der Bedrohung durch Aids erwachsen wird.’Hervé Guibert – Anschreiben gegen den Tod’ schildert das Leben des französischen Fotografen Hervé Guibert in dessen eigenen Bildern. Das persönliche Porträt stützt sich ausschließlich auf teils unveröffentlichte Fotos und Kontaktabzüge des Schriftstellers und Fotografen, auf Super-8-Filme aus seiner Kindheit sowie auf die 14 Stunden Rohmaterial des testamentarischen Videofilms “La Pudeur ou l’Impudeur”, in dem er schonungslos seine Aidserkrankung und seinen körperlichen Verfall dokumentierte.
Die Protagonisten dieser Hymne an die Liebe und den Körper, an Sex und Leidenschaft sind Guiberts Freund Thierry Jouno, seine Ehefrau Christine Guibert, seine geliebten Großtanten, Guiberts Eltern, seine Liebhaber, das Meer in Italien und all jene, die von seinem Schreiben erfasst wurden. Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms steht wie in seinem schriftstellerischen Werk die Person Hervé Guibert. Wie Jacques Demy, Michel Foucault oder Rudolf Nurejew verkörperte Guilbert die Generation Aids. Regisseur David Teboul verzichtet auf Interviews und lässt Guiberts Texte fürs ich sprechen. Ohne zusätzlichen Kommentar erzählen sie vom Leben und Schaffen des Schriftstellers. Gelesen werden sie von dem Schauspieler Nicolas Maury. (Ankündigungstext) arte +7

Hervé Guibert hat mit Patrice Chereau das Drehbuch zu dem Film L’homme blessé geschrieben, den seinerzeit Manfred Salzgeber in Lankwitz zeigte und auch selbst die Karten abriss

Buch Phantom-Bild: über Photographie 1993

Foto: © Hervé Guibert